Prognostischer Wert der Follikelgröße in der Behandlung von IVF Patienten

Die hormonelle Stimulation der Ovarien ist in der IVF-Behandlung die Grundlage einer erfolgreichen Therapie. Die Anzahl und Qualität der gewonnenen Eizellen hängt direkt von einer optimale Stimulation ab.  Während der Stimulationsphase ist es sehr wichtig, den optimalen Zeitpunkt der hCG-Gabe zu definieren.  Dieser bestimmt die Größe der Follikel zum Zeitpunkt der Eizellentnahme. Eine viel verwendete Richtlinie ist, die hCG-Administration durchzuführen, wenn die drei führenden Follikel eine Größe von >20mm erreichen. Da die Follikel in unterschiedlichen Größen und Kohorten heranwachsen stellt sich aber die Frage, wie in Hinsicht auf die gesamte Wachstumskurve optimal ausgelöst wird. Dazu ist es sehr wichtig zu evaluieren, wie groß ein Follikel mindestens sein sollte, um eine reife Eizelle auszubilden? Ist es sinnvoll, auch jene Eizellen aus dem „kleinen“ Follikelpool zu entnehmen?

In einer retrospektiven Studie wurden Daten von 67 IVF-Zyklen, in denen mit dem Long-Protocol stimuliert wurde, ausgewertet. Das Follikelwachstum wurde in diesen Zyklen mit einem 3-D Ultraschall Gerät verfolgt.  Bei der Eizellentnahme wurden das Volumen und die Größe der Follikel notiert.  In Einzelkultur wurden die Anzahl sowie die Reife der gewonnenen Eizellen evaluiert. Nach der Befruchtung wurde der weitere Kulturverlauf beobachtet, um das Potential der Eizellen in Relation zur Follikelgröße zu untersuchen.

Ungefähr 25% der Follikel hatten am Tag der Punktion ein Volumen von über 6 ml erreicht, 50% lag im Bereich zwischen 2-6 ml und weitere 25% wies maximal 1.5 ml Volumen auf. Obwohl die Eizellen aus dem „kleinen“ Follikelpool  etwas schwerer zu gewinnen waren und der Prozentsatz an MII Oozyten etwas geringer war, verglichen mit dem „mittleren“ und „großen“  Pool, konnten wir keinen Unterschied in den Befruchtungsraten nach ICSI feststellen. Auch im Verlauf der Embryokultur wurde keine signifikant verlangsamte oder verschlechterte Teilungsrate  beobachtet. Überraschend war die Beobachtung, dass reife Eizellen, die aus dem „kleinen“ Pool gewonnen wurden, kein reduziertes Potential zur  Blastozystenentwicklung haben.

Unsere Studie konnte zeigen, dass auch Eizellen aus sehr kleinen Follikeln den nötigen Reifegrad und die Kompetenz für eine sehr gute Embryonalentwicklung aufweisen können. Wir konnten zeigen, dass es ratsam ist, bei der Eizellentnahme auch den kleinen Follikelpool zu berücksichtigen. Mit dieser Strategie kann sowohl die Anzahl an reifen Eizellen als auch an implantationsfähigen Embryonen erhöht werden.

Vi sion25 Apr 20:28
Spannende Studie! Und eine gute Nachricht, die sicherlich etlichen Frauen wieder mehr Hoffnung gibt...

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