Kinderwunsch & Erfolg

Kinderwunschpaare sind sehr an den Erfolgschancen interessiert, wenn sie sich in eine Kinderwunschbehandlung begeben.

Was ist für den Erfolg einer Kinderwunschtherapie ausschlaggebend:

1)      Alter der Frau

Die Biologische Uhr Tickt! Mit dem 35. Lebensjahr hat eine Frau schon deutlich geringere Chancen auf die Geburt eines Kindes wie eine Frau im Alter von 25. Jahren.

2)      Gründe der Unfruchtbarkeit / Sub-Fertilität

Ursachen einer Kinderlosigkeit --> Webseite  (www.kinderwunsch-ivf.de), dort habe ich dazu ausführlich geschrieben und die Gründe der Kinderlosigkeit zusammengefasst.

  • Ein Kinderwunschpaar, dass alleinig aus dem Grund zur Kinderwunschbehandlung kommt, da der Mann keine Samenzellen produziert und deswegen eine Fremdsamenspende erwünscht wird, sowie die Partnerin jung und auch sonst völlig gesund ist, beide motiviert

--> hat ganz andere Erfolgschancen bei einer Kinderwunschbehandlung als

  • ein Kinderwunschpaar:

-        die Frau ist 39 Jahre, adipös mit einem Body Mass Index (BMI) von 31, Langzeit – Raucherin und hat eine Adenomyosis uteri mit schlechtem Schleimhautaufbau

-        der Mann weist gleichzeitig einen schlechten Samenbefund auf, ebenfalls Langzeit – Nikotinabusus, adipös

-        beide frustriert

3)      Was für eine Kinderwunschklinik – wieviel Erfahrung hat die IVF-Klinik - welche Techniken kommen dort individuell zur Anwendung

Es ist wie beim Motorsport: man wird nicht über Nacht zum Weltmeister. Konstant gute Rundenzeiten zu fahren (jede Runde ist wie der Erfolg einer Kinderwunschbehandlung mit Geburt eines gesunden Kindes) benötigen

-        einen guten Fahrer

-        ein gut eingespieltes Renn-Team

-        ein gutes Rennauto (die Technik)

-        zudem sollte das Team verschiedene Rennstrecken und Wettersituationen meistern können.

Schon kleinste Fehler können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden (z.B. ein verpatzter Boxenstopp, eine Schraube beim Reifen nicht gut fixiert, zu oft gebremst etc.)

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Leider ist es bei der Auswahl des richtigen Kinderwunschzentrums nicht so wie im Rennsport, wo Zuschauer die Rennen mitverfolgen können und es auch objektive Bewertungen gibt.

In Deutschland gibt es das Deutsche IVF Register (DIR): das ist ein Verein und keine Behörde. Eine Behörde ist eine Institution, die die die Korrektheit der eingegebenen Zahlen (Anzahl gewonnener Eizellen, Anzahl transferierter Embryonen, Anzahl eingefrorener Embryonen etc.) jeder IVF-Klinik überprüft und bei Auffälligkeiten einschreitet.

Zudem wird nicht eine positive Herzaktion (dies bilddokumentiert) als Maßstab für eine etablierte Schwangerschaft hergezogen, sondern nur ein Fruchtsack (was auch immer als solcher definiert wird).

Maßgeblich ist eigentlich der Schwangerschafts-Outcome mit Geburt eines gesunden Kindes sowie der weitere Entwicklungsverlauf des Kindes über die Jahre. Hierzu fehlen eigentlich völlig die Daten (nicht nur in Deutschland sondern fast weltweit), da nur Geburtsregister bestehen, diese jedoch nicht für jedes einzelne Zentrum die Daten erhebt (welches Kulturmedium, welches Follikelstimulationsprotokoll, was für eine Embryo-Transfertechnik, welche Gelbkörperphasensubstitution, die spezifischen Diagnosen bei Mann und Frau etc. etc.).

In Österreich muss zwar prospektiv (d.h. vor Beginn einer Kinderwunschtherapie) der Behörde gemeldet – und dieser dann im weiteren Verlauf die geforderten Daten / Zahlen zur IVF-Therapie geliefert werden. Jedoch darf die Auswertung / Statistik über den Erfolg der jeweiligen Klinik im Vergleich zu den anderen IVF-Zentren den Patienten nicht mitgeteilt werden.

Was sollten sie als Paar das jeweilige Kinderwunschzentrum unbedingt fragen, falls sie sich dort zu einer Behandlung geben:

  • was ist ihr EGP (siehe dazu: www.egpcg.com)
  • welches Stimulationsprotokoll verwenden sie (siehe dazu: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25668422)
  • wird zur Follikulometrie bei der Follikelstimulation SONO-AVC eingesetzt
  • verwenden sie ausschließlich die Blastozystenselektion (damit gezwungenermaßen müsste die Klinik 7 Tage die Woche arbeiten und ein Team an Ärzten und Biologen haben mit Rotationssystem im Team)
  • wird die IMSI-Therapie standardmäßig eingesetzt
  • wird der Embryo-Transfer mit dem Micro-Loader und nach Sondenlängenmessung durchgeführt
  • wie erfolgt die Gelbkörpersubstitution (klassisch intramuskulär)
  • haben sie eine eigene Plattform für Eizellspende / Präimplantationsdiagnostik (denn nur damit kann wirklich optimal das Therapiespektrum dargestellt und eingesetzt werden). Eigen deswegen, damit die Therapien standardisiert mit dem besten Techniken zum Einsatz kommen können
  • haben sie eine Wissenschaftsabteilung (nur dadurch sind ständige Verbesserungen / Optimierungen möglich) und publizieren sie konstant in den hochrangigen Journalen – sind sie auf Kongressen mit Vorträgen ständig präsent

Wenn sie auf ein gewisses Renn-Team bei der Rally-Dakar oder bei der Formel 1 setzen, oder auf ein Fussballteam und darauf wetten, dass es gewinnt – dann stellen sie sich auch gewisse Fragen, damit sie auf das richtige Team setzen.

Machen sie das auch, wenn sie ein Kinderwunschzentrum und eine individuelle Behandlung wählen!

Die Erfolgschancen bei einer Kinderwunschtherapie liegen heutzutage je nach Alter der Frau und Ursache sowie eingesetzter Technik sehr unterschiedlich.

Wenn man heutzutage in guten IVF-Zentren von 50% Erfolgschancen auf die Geburt eines gesunden Kindes (damit meine ich nicht Zwillinge, Drillinge etc. – dies kann ein hohes Risiko für die Frau und die Kinder darstellen!) ausgeht – das kann der Fall sein bei einem Alter der Frau um das 36te Lebensjahr und sonst gesund sowie normaler Samenbefund des Samenspender (mit der künstlichen Befruchtung sind heutzutage insgesamt bessere Erfolge zu erzielen als mit Versuch einer Spontanschwangerschaft) – dann ist das dennoch wie setzen auf Rot oder Schwarz beim Roulette.

Umso wichtiger ist es, dass sie sich in eine Kinderwunschklinik begeben, die solche Zahlen vorweisen kann und nicht in eine, die eventuell nur einen Bruchteil davon hat (siehe auch: http://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/themen/familie-und-freizeit/kuenstliche-befruchtung-kosten-und-quoten-sind-unterschiedlich)

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