Kinderwunsch & Hashimoto - Thyreoiditis

Zusammenfassung aus Vortrag auf wissenschaftlichem Kongress 2015 (OEGRM)

 Einleitung:
Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse sind im Bereich der Reproduktionsmedizin eine häufig diagnostizierte Begleiterkrankung. Während eine generelle Prävalenz der Autoimmunerkrankungen von ca. 5-10 % in der Allgemeinbevölkerung angenommen wird, sind  Studien zufolge speziell bei den weiblichen Patienten mit Fertilitätsproblemen bis zu 25% betroffen.  Eine Unterfunktion der Schilddrüse durch eine Autoimmunerkrankung verursacht über komplexe hormonelle und konkrete Organfunktionsstörungen eine Vielfalt von Problemen, die wiederum ebenfalls durch komplexe Wechselwirkungen einen negativen Einfluss auf die Fertilität haben können. Hyperprolaktinämie, Eireifungsstörungen, eine Aufnahme- und Versorgungsstörung des Eisenstoffwechsels, Ovulationsstörungen und eine latente Neigung zur Mikrothrombenbildung in der Nidation durch und frühen Schwangerschaft werden ebenso mit einer Funktionsstörung der Schilddrüse in Verbindung gebracht wie ein erhöhter Homocysteinwert, da durch die Hypothyreose die Remethylierung durch verminderten hepatischen Enzymaufbau behindert werden. All diese Faktoren können nicht nur eine Schwangerschaft behindern, sondern werden auch mit erhöhter Abortneigung assoziiert. Die Hashimoto Patienten im Rahmen einer ART profitieren daher von einem breiten Therapieansatz mit folgenden Aspekten: Eine hochnormale TSH Einstellung, breite Antikoagulation, Immunmodulation durch Selen und ev,. auch Steroiden sowie Substitution von Eisen, Antioxidantien und hochnormaler Folsäure- und Vitamin B- Komplexgabe zur positiven Beeinflussung des Homocysteinstoffwechsels.

Methode:
Wir verglichen das Outcome von 2 unterschiedlichen Therapieschemata bei Hashimoto Patientinnen. 54 Hashimoto Patientinnen unter ART wurden im  langen Protokoll stimuliert. Der TSH Wert wurde bei Bedarf mit L-Thyroxin auf unter 2 eingestellt Als Begleitmedikation erhielten sie nach einem fixen Schema ab Punktion zusätzlich Fragmin und Aspirin, sowie Prednisolon in anstiegender Dosierung. Alle Patienten erhielten zusätzlich hochdosierte Folsäure. Als Endpunkte galten Eizellmenge, Befruchtungsrate, Schwangerschaft und positive Herzaktion. Verglichen wurde mit einer Gruppe von 45 Hashimoto Patientinnen im selben Behandlungsschema, welche jedoch statt reiner Folsäure ein Selenhaltiges Vitaminkomplexpräparat mit hochdosierter Folsäure und B Vitaminen sowie mit Antioxidantien und Eisen bekamen.

Resultate:
Während Eizellmenge, Befruchtungsrate und Blastocystenentwicklung nicht signifikant voneinander abwichen, zeigte sich sich eine hochsignifikante Zunahme der Schwangerschaftrate und signifikante Abnahme der Abortrate bei positiv nachweisbarer Herzaktion.

Schlussfolgerung:
Es konnte gezeigt werden, dass bei der Hashimoto Patientin eine zusätzliche Substitution von Selen, Eisen, B-Vitaminen und Antioxidantien  in der Therapie neben anderen supportiven Theapeutika wie Aspirin, Fragmin und ggfls. Prednisolon einen markanten benefizialen Effekt haben kann. Weitere Studien wären hier nötig um hier ein patientenoptimiertes Therapieschema zu etablieren

Vi sion28 Apr 10:37
Es gibt im Bereich der Schilddrüsen-Autoimmunerkrankungen ein gutes Forum: http://www.ht-mb.de Auch hier berichten etliche Frauen von Fertilitätsproblemen.

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