Der Döner-Laden nebenan und die EU

 Ich war heute einmal Döner essen, in einem Laden, bei dem ich sonst immer vorbeilaufe. Der Laden schaut nicht einladend aus und Gäste fehlen. Dennoch hatte ich einen leckeren Döner ohne großes Service. Bezahlt hab ich 4 Euro, 50 Cent Trinkgeld gab ich noch dazu (also insgesamt 4.50 Euro).

4 EURO für einen Döner ohne Trinkgeld!!!!! Und das nicht gerade in einem schicki-micki Lokal, sondern im Döner-Laden nebenan neben einer Durchzugsstraße.

Ich hab jetzt mal gegoogled : in Graz kostete der Döner 29 Schilling 1995 --->  3,20 Euro 2015 (44 Schilling) bei steigender Nachfrage sowie viel Angebot mit Kebab-Ständen an jeder Ecke.

Sollte es mit viel Angebot eigentlich nicht billiger werden – wenigstens gleich teuer wie ohne EU? Wieso zahl ich für einen Kebab in meiner Heimatstatt aktuell 55 Schilling – mehr als doppelt so viel wie 1995. Hat man uns mit der EU nicht versprochen, dass alles billiger und einfacher wird?

Ich aß den Döner genüsslich und dachte so vor mich hin. Mir tat der Döner-Chef mit seinem Laden leid.

Ich kann mich täuschen – aber: whs hat er wie viele mittelständische Unternehmen mit vielen Auflagen zu kämpfen, die viel Geld, Bürokratie und Zeit kosten. Somit ist der Döner so teuer. Schlussendlich profitieren die Bürokraten (und davon gibt es mehr als genug – Bürokraten sind Systemerhalter aber bringen kein Geld ein, da sie nicht wirtschaften), die sich immer neue, teilweise sinnlose Schikanen einfallen lassen, die jeder erfüllen muss und die Geld einbringen. Geld, abgezockt mit Prüfungen, Kursen, Inspektionen etc. Zudem verwende ich mein schon versteuertes Geld dazu, ihn teuer zu bezahlen, damit er wiederum Steuern davon abgibt (je mehr ich Zahlen muss, desto mehr geht in die Steuerkasse). Die Profiteure sind nicht die kleinen Leute sondern das Establishment.

Ich bitte förmlich darum mich zu korrigieren, wenn ich mit meinen Gedanken falsch liege. Ich möchte es verstehen und irgendwann einmal zur EU stehen können und wählen, was ich beim Beitritt Österreichs nicht getan habe. Ich denke immer noch, ich habe damals die richtige Entscheidung für mich getroffen. Lieg ich so falsch?

T. B. Weidmann29 Apr 16:49
Ist da auch überall die jährliche Inflationsrate eingerechnet, die es auch ohne EU gäbe?
Fo Cusedreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 16:52
Sind wir nicht wie Japan eigentlich in einer Deflation? - wenigstens knapp daneben, wenn nicht so viel spielgeld gedruckt wuerde damit die vielen Buerokraten weiter "wert-schoepfen" koennen und wir ihren lebensstandart damit finanzieren?
T. B. Weidmannreplyin reply to Fo Cused29 Apr 17:16
Wie sich hier http://wko.at/statistik/jahrbuch/preise-vpi.pdf unschwer erkennen lässt, befinden wir uns in Österreich seit 1995 in der Inflation. Rechnet man diese Inflation auf deine 29 Schilling, dann würde der Döner heute ungefähr 43 Schilling kosten...
Fo Cusedreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 17:31
Somit hat der EU-Beitritt und die damaligen Verprechungen keinen Unterschied gemacht - ausser mehr buerokratie und mehr instabilitaet sowie nationen die ueber einen Ausstieg nachdenken - und ob Inflation, Deflation, Stagnation oder Rezession: die jetzige Geldpolitik mit null(negativ)-Zins ist einfach einmalig
T. B. Weidmannreplyin reply to Fo Cused29 Apr 17:51
Das ist wirklich eine sehr einfältige Sicht auf das Ganze.
Fo Cusedreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 18:10
Kann schon sein - aber ueberzeugt bin ich immer noch nicht von dem was abgeht
Vi sionreplyin reply to Fo Cused29 Apr 18:06
Genau so ist es! Zusätzlich zu den politischen EU-Themen die wirtschaftlichen Fragen: Wie soll man für NUR 4 Euro, das Endprodukt Döner mit Fleisch, Salat, Soße und Brot inkl. Arbeitszeit und Standortkosten produzieren und zwar so, dass ALLE in der Produktionskette davon leben können, bestenfalls der Verbraucher noch das Gefühl dabei hat, dass er halbwegs gute Lebensmittel zu sich nimmt? DönerQUALITÄT 1995 und 2016? Der Döner ist heute nicht nur doppelt so teuer, sondern in der Wertigkeit 50% schlechter. Traurige Entwicklung!
Fo Cusedreplyin reply to Vi sion29 Apr 18:11
Sie sprechen mir aus dem Herzen
T. B. Weidmannreplyin reply to Vi sion29 Apr 18:14
1. Ist Inflation ein Zeichen einer gesunden Wirtschaft und damit völlig normal. 2. Wie kommen Sie denn jetzt darauf, dass das Produkt minderwertiger ist?
Vi sionreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 18:18
Durch den Beitritt in die EU haben sich Grenzen geöffnet, der Markt, also Angebot und Nachfrage haben sich verändert. Produktionsstandorte haben sich vermischt. Beispiel: Die Produktion von Fleisch unterscheidet sich sehr wohl in unterschiedlichen Ländern.
Vi sionreplyin reply to Vi sion29 Apr 18:21
Heisst: Länder, die mit wenig Tierschutzgesetzen Fleisch produzieren können, erzeugen Masse und schwemmen damit den Markt zu. Ob dann das Fleisch z.B. besser wird?
Fo Cusedreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 18:20
dass das Wirtschaftssystem ob Inflation oder wie auch immer krank ist - siehe auch http://leitfaden.org/stories/65/schneller-besser-effektiver-der-manager-4-0-im-jahr-2016
Fo Cusedreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 18:20
ad minderwertige Produkte: einmal herumschauen und beobachten, wie viel übergewichtige Menschen herumlaufen wg dem Frass - siehe: http://www.guter-rat.de/gesund-bleiben/ernaehrung/bitterstoffe-wir-sind-umgepolt-gesundheit
T. B. Weidmannreplyin reply to Fo Cused29 Apr 18:24
Wenn die EU sogar für Krankheiten sorgt, dann müssen wir sie wohl wirklich verlassen. FPÖ wählen bevor es zu spät ist!
Fo Cusedreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 18:28
ob FPÖ oder sonst eine Partei - das sind alles Parteien - FPÖ hat viel verbockt als sie an der Macht waren, wie die anderen - WIR, jeder Einzelnen muss einen Beitrag leisten - am besten via Leitfaden!
T. B. Weidmannreplyin reply to Fo Cused29 Apr 18:29
Hier kann ich mit bestem Gewissen zustimmen!
Vi sionreplyin reply to T. B. Weidmann29 Apr 18:36
...das kann ich leider nicht beurteilen. Gesundheit ist aber keine Staatsangelegenheit oder Politiksache - das ist eine ganz individuelle Veranstaltung...
Vi sionreplyin reply to Fo Cused29 Apr 18:28
ja, das ist leider wirklich auffällig...
Als Wirtschaftsexperte kann ich Ihnen, lieber Fo Cused, sagen, dass Wirtschaft anscheinend nicht Ihr Fachgebiet ist. Wie schon in dieser Kommentarenkette erwähnt, ist Inflation völlig normal, sogar wichtig. Als Österreich noch den Schilling hatte, gab es zum Teil eine höhere Inflation als nun mit dem Euro. Ihr Problem liegt, glaube ich, irgendwo anders, denn ich diagnostiziere bei Ihnen folgende "Krankheit": https://en.wikipedia.org/wiki/Rosy_retrospection
Fo Cusedreplyin reply to Josef Brandstätter30 Apr 07:01
Sie helfen mir nicht viel weiter. Und klar, dass inflation völlig normal ist - dafür muss ich nicht wirtschaft studiert habe - das bekommt man in den ersten schuljahren eingebläut - aber meine frage an sie: seit wann lernt man als wirtschafter/ oder darf man als ein solcher krankheiten diagnostizieren? Was zeichnet sie als wirtschaftexperten aus - nur studiert oder mehr dahinter?

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