Zech Eumetric Medicine (ZEM): the ZEM-WAY

Ich arbeite gerade an einem Buch (Arbeitstitel: Kinderwunsch Neu). Anbei die "Rohversion" zum Kapitel "Ernährung". Für Input immer offen - das Kapitel sollte schlussendlich Jedermann verstehen und Jedermann sollte sich auch dementsprechend ernähren können / dürfen (wobei: wir sind auch daran, Rezepte für die richtigen Ernährung zu generieren - Motto: TOP-FIT JUNG BLEIBEN).

ZEM-WAY - Zech Eumetric Ernährung

Die Eumetrie, das Schönmaß aller Dinge, muss wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Welt läuft aus dem Ruder. Ein Beispiel von vielen ist der Diätwahn. Interessant, seitdem wir vor knapp 4 Jahrzehnten begannen uns selbst einzubläuen, dass fettes Essen dick macht und ungesund ist, seitdem es also die ganzen Diäten und „gesunden“ Essenstile und Kuren gibt, seitdem werden wir fetter und fetter und kränker und kränker.

Dabei wäre es so einfach!

Ein paar Dinge vorweg:

Cholesterin ist kein Fett. Wenn wir also von fettreicher Nahrung sprechen, dürfen wir deswegen nicht auf das darin enthaltene Cholesterin schauen und wenn wir von unserem hohen Cholesterinspiegel im Blut sprechen, dürfen wir nicht primär an die Fette in der Nahrung denken.

Cholesterin ist nicht schlecht, sondern essentiell! Es ist das Muttermolekül der Botenstoffe des Körpers und ohne dem Cholesterin könnte keine einzige Zelle im Körper existieren! Der Körper existiert nur deswegen, da es Zellen gibt und mit diesen über Botenstoffe kommuniziert. Somit ist Cholesterin von zentraler Bedeutung für unser Dasein und muss mit der Nahrung zugeführt werden oder wird durch gesunde Nährstoffe, die wir dem Körper zuführen in der richtigen Menge aufgebaut.

Fett ist nicht gleich Fett! Es gibt unterschiedliche Fettarten, gesättigte und ungesättigte, einfach und mehrfach gesättigte und ungesättigte Fette, alle mit ihren Vor-und Nachteilen. Und der Körper braucht sie alle in unterschiedlicher Form und Menge.

Was nun unser Körper mit der heutigen Ernährungswahn verlernt hat: auf sich zu hören. Wir führen kalorienarme Diät zu, vermeiden allzu viel Fett und Cholesterin und unsere Körper kennt sich nicht mehr aus.

Sobald wir nun dieses neue „künstliche“ und industriell erzeugte Essen uns genüsslich zuführen ist unser Körper und Seele begeistert, da etwas gegessen wird, das zudem noch recht lecker schmeckt. Die ganze Nahrungsindustrie ist sehr bedacht darauf, Schmackstoffe zu den Lebensmitteln hinzuzufügen und Bitterstoffe so gut es geht daraus zu verbannen, damit es so richtig gut schmeckt und Lust auf mehr macht. Dabei wären die Bitterstoffe wirklich nötig um einen Sättigung hervorzurufen. Und das fehlende Fett sowie das Cholesterin wären dringend nötig in der zugeführten Mahlzeit, damit es dort im Blut, Muskel und anderen Geweben verweilen und arbeiten darf. Und, so lange es dort verweilt, solange haben wir keinen Hunger. Solange es arbeitet, solange wird der Körper in Stande gehalten, es wird repariert, erneuert, ersetzt, ausgetauscht, Kaputtes entsorgt, Neues geschaffen.

Was wir vor allem mit dem heutigen Essen zuführen sind Substanzen, die nicht im Blut, Muskeln oder Geweben  verweilen können, sondern schleunigst aus dem Blut entfernt und in Fettzellen gespeichert werden. Der Körper reagiert verwundert: hoi, wo ist all das leckere Essen hin? Und ruft nach mehr, da der Körper diese braucht aber in den Fettzellen untergetaucht sind und nicht auf sein Rufen hören. Den Ruf hört der Magen und knurrt. Wir verspüren erneut Hungergefühl und essen noch mehr von dem, was so lecker schmeckte. Ein Teufelskreis setzt ein und wir werden fetter und fetter. Und durch das Übergewicht wir unser Herz belastet, die Gelenke strapaziert. Der Blutzucker steigt, da das zugeführte Material gar nicht mehr schnell genug ins Fett eingelagert werden kann und die Zellen teilweise auch unsensibel werden auf das Insulin, das Molekül, das die Speicherung der im Blut zirkulierenden Kalorien anregt.

Eines muss noch bedacht werden: auch in den neuen Nahrungsmitteln, die fettarm sind, vollgepumpt mit Aromen und künstlichen Geschmacksverstärkern, kalorienarm, angereichert mit Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen: alle enthalten dennoch Nährstoffe wie Fette, Kohlehydrate und Eiweiß sowie diverse andere Substanzen in reduzierter Form oder mit gewissen Substanzen (Vitaminen, Spurenelementen, Ballaststoffen etc.) angereichert. Somit führen wir durch vermehrten Verzehr (hervorgerufen durch den immer wiederkehrenden Hunger) wiederholt diverse Fette, Eiweiße, Kohlehydrate und Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe in nicht kontrollierten und schwierig zu messenden Mengen zu, die sich mit der Zeit dann kumulieren und vom Körper eigentlich nicht benötigt werden oder sogar in schädlichen Konzentrationen sich anhäufen oder für nicht erwünschte Dinge (wie Aufbau von Fettreservoiren, Füttern von Krebszellen etc.) herangezogen werden. Die Eumetrie, das Schönmass des Körpers ist damit aus den Fugen.

Was nun tun?

Es gibt 2 Varianten:

Variante 1: gar nicht erst fett werden, gesund bleiben.

Variante 2: schon fett und krank.

Ad Variante 1: eumetrisch Essen, eumetrisch fit bleiben, eumetrisch alt werden und dabei jung bleiben.

Variante 2: eumetrisch abnehmen und dann eumetrisch gesund durchs Leben gehen, gemäß Variante 1.

Hier beziehen wir uns nur auf das eumetrische Essen (jedoch muss bedacht werden, dass man umso schneller schlank und gesund wird, je mehr man auch Fitness miteinbezieht, da Fette/ Kohlenhydrate/ Eiweiß alle Kalorien enthalten, und diese Kalorien durch Fitness auch verbrannt werden – auch das schon gespeicherte Fett lässt sich schneller und effektiver verwerten, wenn man neben einer eumetrischen Essensweise das schon gespeicherte Fett schneller abbaut).

Das eumetrische Essen ist umso effektiver, je besser wir den jeweiligen Körper kennen. Eine Orchidee braucht wie ein Apfelbaum oder Weinrebe: Sonne, Wasser und Nährsubstrat und die richtige Umgebung. So braucht auch eine Frau etwas anderes als ein Mann oder Kind, eine rothaarige schwangere Frau in Skandinavien im Winter etwas anderes als eine dunkelhäutige Süditalienerin im Herbst. Diese wiederum braucht etwas anderes, wenn sie dennoch den ganzen Tag im Büro hockt oder einen Beruf nachgeht, der ihr mehrere Stunden Sonne am Tag gewährt und mit körperlicher Aktivität einhergeht.

Aber allen ist gemeinsam: Cholesterin und Fette werden benötigt um im Körper verweilen und arbeiten zu dürfen. Mit der richtigen individuell angepassten und genetisch eruierten cholesterin- / fettreichen Kost kommt das Hungergefühl nur dann auf, wenn zusätzlich etwas fehlt. Und interessant: plötzlich bekommt man Lust auf eine Tomate, eine Sardelle oder Gurke, da genau dort spezifisch die Substanz enthalten ist, nachdem der Körper verlangt. Die Fette im Körper beginnen dahin zu schmelzen, schneller als man glaubt – und noch schneller mit einem eumetrischen Fitnessprogram.

Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Antioxidantien, Spurenelemente – die Balance des Essentiellen macht es aus

Stellen Sie sich vor ihr Körper wäre ein Auto. Behutsam und bedacht gefahren sowie gut gewartet kann es zu einem tollen Oldtimer werden. Das Auto benötigt den richtigen Treibstoff, gutes Schmieröl, richtige Zusatzstoffe etwa für die Bremsflüssigkeit und die Scheibenwischerwasser (vor allem mit Gefrierschutz falls es unter dem Gefrierpunkt fahren muss) und eine gute Pflege der Karosserie und des Innenraums mit den richtigen Pflegemittel (nicht zu aggressive, die mit der Zeit die schönen Ledersitze im inneren angreifen würden; Rostschutz und Poliermittel für die Karosserie, damit Wind und Wetter das Metall nicht beschädigen). Zudem sollte beim Auto, falls es auf salzgestreuter Straße gefahren ist, das Salz anschließend rasch abgespült werden, nach einer Ausfahrt in Sanddünen und Off-Road braucht es anschließend auch eine gute Pflege bis in die kleinsten Ritzen. Falls einmal zu sehr im roten Drehzahlbereich gefahren, sollte der Motor langsam wieder abgekühlt werden, und es sollte nicht gerade zu oft mit oberer Drehzahl gefahren werden, dass der Motor keinen dauerhaften Schaden nimmt. Die Batterie sollte auch immer aufgeladen sein, damit die elektronischen Geräte funktionieren. Die Energie zum Aufladen erhält die Batterie vom zugeführten Kraftstoff. Falls zu wenig Kraftstoff im Tank ist, leuchtet Tankanzeige auf, die durch die Batterie gespeist wird.

Nun kann man sich die Batterie mit der Elektronik wie das Gehirn des Menschen vorstellen, die die wesentlichen Dinge im Körper misst und signalisiert, wenn etwas nicht stimmt, etwas zugeführt werden muss, da es fehlt oder nur noch knapp vorhanden ist. Etwa deswegen etwas repariert, gesäubert oder erneuert werden muss, da man „off-road“ und mit zu hoher Drehzahl unterwegs war; zuerst ein Berglauf, dann Sauna, mittags Fastfood in der Stadt unter einer Abgaswolke, abends dann Chips mit einem Bier und dazu eine Zigarette. Die Elektronik im Auto benötigt viel Energie, ebenso wie das Gehirn mit seinen Kontrollzentralen im Körper. Etwa ein Drittel der täglich benötigten Energie im Körper braucht das Gehirn und zwar in Form von Kohlehydraten, da es Fette und Proteine nicht verwerten kann. Und wenn das Gehirn merkt, dass zu wenig an Kohlehydraten da ist (etwa deswegen, da wir uns verausgabt haben und die Muskeln die Energiereserven aufgebraucht haben), kommt das Hungergefühl auf und wir essen, damit die Energie über den Darm in das Blut aufgenommen und in das Gehirn transportiert werden kann.

Der Körper kann Fette und Proteine in Kohlenhydrate umwandeln und diese dann dem Gehirn und den Muskeln zur Arbeit bereitstellen, ebenso wie er es schafft, Kohlehydrate etwa in Fette umzuwandeln. Und damit das alles rund läuft, als auch für die Reparatur von belasteten Zellen, Organen, Muskeln (etwa Reparatur und / oder Reinigung der Leber nach zu viel Belastung mit Alkohol, Muskelkater nach körperlicher Aktivität, Sonnenbrand nach einem genüsslichen Sonnenbad u.v.m.) braucht der Körper nicht nur die Fette, Kohlenhydrate und Proteine, sondern auch die Spurenelemente und Antioxidantien in der richtigen und ausgewogenen Form und je nach Zustand des Körpers und Bedarf an Erneuerung von Zellen und Geweben in unterschiedlichen Mengen zu den spezifischen Zeiten. Zum Waschen eines Autos verwendet man auch nicht das Reinigungsmittel in konzentrierter Form, sondern verdünnte es zuvor so, wie es der Hersteller vorgibt. Und ein frisch geputzes Auto muss nicht erneut geputzt werden, ein druch Durst gestillter Körper braucht nicht zusätzlich Wasser.  Und ein voller Tank im auto kann keine zusätzliche Füllung aufnehmen. Ein zu viel An Frostschutzmittel kann die Leitungen verstopfen oder scharf angreifen und korrodieren. Der Treibstoff des Autos hat normalerweise auch Zusätze (früher etwa Blei) um den Motor zu schützen, das Schmieröl ist auch nicht das nicht raffinierte Öl, das direkt aus dem Ölbohrturm kommt. Holz verklebt man mit Leim, Gummi mit einer vulkanisierenden Lösung. Auch der Körper hat das Bedürfnis, die richtigen Stoffe in ausgewogener Form und Menge bei dem jeweiligen Bedarfszustand zugeführt zu bekommen. Jedes Organ hat seine spezifischen Bedürfnisse, wie das Holz oder der Gummi, der geleimt oder verklebt werden muss

Leider hat unser individueller Körper jedoch meisten keinen Spezialisten an der Hand (etwa wie der Fahrzeugmechaniker und Servicespezialist für das jeweils spezielle Automodell), der ihm sagt, was für einen gut ist. Denn die wenigsten Menschen sind Ernährungsspezialisten und stopfen sich die Mägen damit voll, was gut schmeckt aber nicht unbedingt gut für den Körper ist, nehmen Vitamine völlig konzeptlos zu sich, da sie nicht wissen, was der Körper wirklich braucht. So werden wir dicker und durch die ungesunde Lebensweise und Ernährung nützen unseren Körper schonungslos aus, betreiben sozusagen Raubbau und können den Schaden nicht gut reparieren da die wesentlichen Bausteine und der richtige Mörtel fehlen.

Hätte Sie etwa gewusst, dass der Körper nicht unbedingt Kohlehydrate braucht für sein Überleben? Die Hauptnährstoffe sind vor allem ein wenig (ein paar Gramm) essentieller Fette wie Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren (zum Aufbau und Erhalt der Zellmembranen und für die Signal-/Botenstoffe im Körper, sowie eine Mindestmenge an essentiellen Proteinen (vor allem benötigt für den Aufbau und die Reparatur von Geweben und für biochemische Stoffwechselprozesse). Für die Bereitstellung an der täglich benötigten Energie kann der Körper, wie schon oben kurz angesprochen, seinen Bedarf aus jedweder Kombination von Fetten, Proteinen und Kohlenhydrate decken, da auch Fette und Proteine sich in Kohlehydrate, als auch die Kohlenhydrate etwa zu Fetten (v.a. Triglyzeride) und Cholesterin (Cholesterin ist kein Fett!) umwandeln lassen. Es erstaunt Sie jetzt vielleicht zu hören, dass eine Hypercholesterinämie oder eine Hypertriglycerinämie nicht unbedingt durch den Verzehr vom Ei aus dem Hühnerstall oder von der Mayonnaise herrührt, sondern durch das viele Naschen von Süßigkeiten, trinken von zuckerhaltigen und somit schnell resorbierbaren Fruchtsäften oder den Verzehr von Kartoffeln, Pizza, Reis und Brot aus Weizen- und Maismehl mit einem hohen glykämischen Load und/oder –Index (senken unter anderem auch den HDL-Cholesterinspiegel im Blut, was nicht gut für das Herz ist). Und durch diesen Irrglauben lässt man das gesunde Ei oder die guten Nüsse, die Kokosnußbutter (vor allem kurzkettige gesättigte Fettsäure, die nicht lange im Blut verweilen und deswegen anders wie andere raffinierten gesättigte Fettsäuren [z.B. Magarine, Butter] nicht schaden sondern im Gegenteil sogar das HDL-Cholesterin im Blut erhöhen) sowie die Avocado, das Olivenöl, das Rapsöl, den fetten Lachs u.v.m. (enthalten viel gesunde mittel-langkettige ungesättigte Fettsäuren) von der Speiseliste weg und ernährt sich weiterhin falsch nach den veralteten und von 1992 stammenden Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (diese sind anlehnend an die amerikanischen Empfehlungen und genauso veraltet und überholt).

Die Anzahl an verstoffwechselten Kalorien wird bestimm durch die Art der zugeführten Kalorien. Dies ist wissenschaftlich belegt! Was heißt das im Klartext: obwohl Fette mit knapp 9 Kilokalorien pro Gramm fast doppelt so viel Energie in sich tragen wie etwa Kohlenhydrate oder Proteine, wird durch eine gesunde ausgewogene Ernährung (d.h. fettreich und Produkte mit niedriger bis mäßiger glykämischer Last, und nicht basierend auf der veralteten Lehrmeinung mit der Lebensmittelpyramide von 1992 fettarm und kohlenhydrat-lastig) das Körpergewicht in der Eumetrie gehalten (d.h. nicht dick und nicht dünn, sondern genau normal mit einem gesunden Body-Mass, bewertet durch den Body-Mass-Index; je nachdem, ob zudem Fitness regelmäßig betrieben wird und je nach Sportart mit Six-Pack, gutem Bizeps oder schön ausgeformten Po-Backen).

Anders verhält es sich mit den Kalorien von Kohlenhydraten, vor allem bei Produkten mit einer hohen glykämischen Last (siehe dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Glyk%C3%A4mische_Last) wie etwa Kartoffeln oder industriell verarbeitetem Getreide (z.b. Knäckebrot, Nudeln, Tacos, Kekse, Chips u.v.m.). Die dadurch dem Körper zugeführte Energie wird nur zu einem gewissen Teil verstoffwechselt. Das vom Körper auf Kohlehydratzufuhr ausgeschüttete Insulin lässt viel von den zugeführten Kohlehydraten rasch in die Fettzellen wandern, und wird dort nur noch sehr schwer abgegeben. Die Fettzellen sind fast wie Nimmersatts und Sparefrohs: jedes Mal, wenn sie Kohlenhydrate durch Insulin angeboten bekommen, nehmen sie diese willig und rasch auf, speichern diese umgewandelt als Fetttröpfchen/ Triglyceride/ Cholesterin ab und lassen sie nur noch ungern und wiederwillig gehen. Und da die Kohlenhydrate rasch von der Blutzirkulation verschwunden sind läuten im Gehirn die Alarmglocken, da deren Energiesubstrat Kohlenhydrat in der Blutzirkulation fehlt. Das Gehirn aktiviert durch die schnelle Unterzuckerung das Hungergefühl, und der Kreislauf beginnt von neuem. Und damit werden die Fettzellen durch die immer wieder zugeführten Kohlehydrate immer grösser und dicker und wollen die gespeicherte Energie einfach nicht mehr so leicht abgeben. Anders verhält es sich mit der Zufuhr von Produkten mit niedriger bis mäßiger glykämischer Last in einer ausgewogenen Ernährung, basierend vor allem auf gesunden Fetten und den essentiellen Proteinen mit den ganzen Mineralien, Spurenelementen und Antoxidantien, wie bestimmten Vitaminen, zugeführt in der richtigen Eumetrie und transportiert durch die wesentlichen guten und gesunden wasserlöslichen und wasserunlöslichen Ballaststoffe, die etwa in der Avocado in Massen vorhanden sind (aber auch reichlich vorhanden etwa in Bohnen oder Nüssen). Hier noch kurz angemerkt zur fettreichen Milch: für Frauen ist diese gut geeignet (neben wertvollem Lieferant von Fetten auch hervorragendes Produkt für die Zufuhr von Vitamin D und Kalzium) da ja die Milch heutzutage vor allem von schwangeren Kühen abstammt und daher reich an Östrogenen ist und vor allem auch Wechseljahrbeschwerden positiv beeinflusst. Männer sollten lieber auf fettarme Milch setzen, da das hohe Östrogen darin den Männern und deren Spermien eher schadet.

Die dem Körper zugeführte Nahrung ist sowohl Energielieferant (Energie braucht der Körper, denn ohne Treibstoff könnten wir nicht leben) als auch Lieferant von Bausteinen und Mörtel die nötig sind für die ständigen Erneuerung und Reparatur von Zellen und Geweben und Produktion von Botenstoffen (Hormone). Zudem liefert eine richtige Nahrung die Antioxidantien und Spurenelemente, die die täglich anfallenden Schadstoffe abpuffert und hilft diese zu eliminiere. Durch das Zuführen der richtigen Bestandteile in einer ausgewogenen Ernährung werden die Gene, kodiert durch DNA, gesund erhalten.

Mit jedem Atemzug führen wir Sauerstoff zu, der nötig ist für die Verbrennung der zugeführten Energie (Kalorien). Es ist wie mit dem Verbrennungsmotor: der Treibstoff braucht auch Sauerstoff für die Verbrennung. Und durch die Verbrennung entstehen viele schädliche Substanzen. Im Körper entstehen vor allem durch die Energieverwertung Sauerstoffradikale (englisch ROS = reactive oxygen species) und werden katalysiert durch gewisse Spurenelemente (Kupfer und Eisen). Sauerstoffradikale sind nicht nur schädlich. Sie sind wichtige Signalmoleküle innerhalb von Zellen und auch physiologisch wichtig. Ohne den Sauerstoffradikalen könnte eine Frau keinen Eisprung haben und auch keinen Gelbkörper produzieren. Auch die Befruchtung der Eizelle mit dem Samen des Mannes wäre nicht möglich und damit das Zeugen von Nachwuchs ausgeschlossen. ROS fungieren auch als Boten für die Zellkommunikation. Wenn nun durch die Zufuhr von zu vielen Antioxidantien zu viel von diesen „Schadstoffen“ entfernt würde, würden diese positiven Eigenschaften von ROS aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Somit: die Eumetrie ist wichtig! Sauerstoffradikale ja,  aber im richtigen ausgewogenen Maß. Ab und zu darf man sich auch einen Ausreißer leisten und zu viel an Sauerstoffradikalen produzieren (Saunagang, etwas exzessiveren Sport etc.), das nennt man dann Hormesis. Manchmal ein wenig schaden dem Körper zufügen, damit er ständig im Training bleibt. Wie nicht angekündigte Schein-Alarm zu Übungs- und Trainingszwecken bei der Feuerwehr, damit im Ernstfall alles reibungslos und effizient verläuft. Wenn jedoch zu viele solcher nicht echten Notfälle ablaufen würden, würde das Team mit der Zeit ausgebrannt. Wenn zu viele echte Notfälle eintreten, wäre das Feuerwehrteam mit der Zeit auch überfordert.

Als oxidativer Stress wird bezeichnet, wenn zu viel an ROS im Körper vorliegt und daher ein Ungleichgewicht vorliegt bezüglich ROS Produktion und den abpuffernden Substanzen (wie etwa Antioxidantien). Das kann dann Schäden im Körper hervorrufen. Vor allem die DNA wird in Mitleidenschaft gezogen (Eisen rostet in Verbindung mit Sauerstoff, der Körper „rostet“ an einem Überschuss an Sauerstoffradikale). Hier möchte ich schon jetzt festhalten: Antioxidanz ist nicht gleich Antioxidanz! Es gibt Antioxidantien, die in bestimmten Fällen auch oxidativ und daher schädlich für den Körper sein können. Nur wenige abpuffernde Antioxidantien sind rein anti-oxidativ und daher universelle Puffer zu Schutz vor dem „Rosten“. Bildlich kann man das abpuffern vergleichen mit dem Verschmutzen von einem See. Wenn man zum Beispiel Düngemittel in einen See schüttet und diesen damit verschmutzt, wird das Düngemittel durch Algen oder anderen Pflanzen verwertet (sozusagen von dem „Antioxidanz Alge“ „abgepuffert“) und in der weiteren Nahrungskette über die verschiedenen Meerestiere (als Beispiel für Zellen und Gewebe) gegessen und weiter verwertet und teilweise als Kot und Urin ausgeschieden und dienen wieder als Substrat für etwas anderes (etwa Nährstoff für Pflanzen, die durch Lichtenergie gepaart mit Kohlendioxid wieder Sauerstoff erzeugen). Ein ständiger Kreislauf mit Abbau-, Umbau- und Aufbauvorgängen und immer in Verbindung mit Sauerstoff in einer geladenen oder ungeladenen Form, d.h. als Radikal oder als nicht-Radikal vorliegend und daher oxidativ oder nicht oxidativ tätig).

Hier sei noch angemerkt: die häufigsten Verursacher von oxidativem Stress in der heutigen Umwelt sind: Pestizide, Plastik, Rauchen sowie Umweltschadstoff aus Autoabgasen und Industrie. Diese Schadstoffe sind anders als ein Dünger häufig industriell erzeugte und daher nicht natürliche / künstliche Gifte, die der Körper noch viel schwieriger abbauen kann als die „natürlichen“ Schadstoffe und deswegen besonders effektive Abpuffersysteme benötig. Die „natürlichen“ Schadstoffe, die in Übermaß zu einem oxidativen Stress führen, entstehen vor allem durch Übergewicht, Ernährungsimbalance mit zu viel oder zu wenig Zufuhr von gesunder Nahrung wie auch exzessiver Sport. Wenn jedoch die aufgenommene Nahrung bei Übergewicht auch aus industriell erzeugten Produkten besteht, die zugeführten Aromen, Farbstoffen, Pestizide u.v.m. beinhalten, kommt zu den natürlichen Schadstoffen eine weitere Belastung durch unnatürlichen Schadstoffen hinzu. Das sollte auch beachtet werden beim Abnehmen, da dann die gespeicherten industriellen Gifte von den Fettzellen freigesetzt werden und den Körper zusätzlich zu den zwingend anderen freigesetzten Schlackstoffen belasten.

Hier ein Tipp: achten Sie darauf, was auf den Lebensmitteln steht! Wenn auf der Verpackung nur „Aroma“ angeführt ist, kann man davon ausgehen, dass diese Aromen aus raffiniertem Erdöl gewonnen oder chemisch im Labor erzeugt, d.h. künstlich hergestellt wurden. Schweröl enthält mehr oder weniger alle Moleküle, die, jedes für sich, nach künstlicher Auftrennung durch den Raffinerieprozess, ein gewissen Aromastoff wiederspiegelt.  Es sollte immer etwa „natürliches Himbeeraroma“ oder „natürliches Vanillearoma“ auf der Verpackung stehen. Nur dann kann man sich sicher sein, dass die Aromen auch wirklich von der Himbeere gewonnen und nicht künstlich hergestellt wurden. Somit sollte gerade auch beim Abnehmen auf die eumetrische Balance geachtet werden und die Ernährung diesbezüglich angepasst sein.

An dieser Stelle auch kurz angemerkt die Süßstoffe (z.B. Aspartam, Sucralose), die in vielen Lebensmitteln als Ersatz für natürliche Zuckerarten wie Glukose (kann in allen Zellen des Körpers verwertet werden), Fruktose (kann nur in der Leber verwertet werden; ein zu viel kann die Leber belasten und die überschüssigen Fruktosemoleküle werden dann in Fette umgewandelt, was zu einer Leberverfettung führt; dabei spielt wahrscheinlich nicht so sehr die Menge eine Rolle, sondern das Tempo, mit der Fruktose etwa mit dem Trinken von zuckerhaltigen Fruchtsäften aufgenommen wird; Fruktose wird mit einem Apfel viel langsamer über den Darm in die Blutbahn aufgenommen als die hochkonzentrierte Fruktose in Fruchtsäften, beim Verzehr von zu viel Honig oder Ahornsirup oder beigemengt in Süßspeisen) oder Galaktose (in Milch enthalten, nicht jedoch in Milchprodukten wie Joghurt oder Käse; manche Menschen haben eine Laktoseintoleranz, da ihnen ein Enzym zum Spalten der Laktose im Darm fehlt und somit nicht über den Darm aufnehmen können) beigemengt werden, da sie ja angeblich kalorienarm oder frei von Kalorien sind. Das gefährliche an solchen „kalorienfreien“ Süßstoffen ist, dass diese die Geschmacksknospen verwirren und mit der Zeit solche gesüßten Produkte viel schmackhafter findet als die natürlichen Produkte und somit davon „süchtig / abhängig“ wird. Außerdem können solche Süßstoffe auch die Insulinausschüttung ankurbeln was dazu führt, dass die Fettzellen gespeist werden und wenn vorhanden, die mit diesen Süßstoffen angereicherten Nahrungsprodukte im Blut rasch aus der Blutzirkulation entfernen und in sich speichern. Nun wird durch das rasche Verschwinden dieser zugeführten Kalorien aus der Blutzirkulation das Hungergefühl wieder ankurbelt.  Möglicherweise können auch solche „kalorienarmen - kalorienfreien“ Süßstoffe gewisse Rezeptoren auf den Fettzellen stimulieren und gerade wegen der Stimulation dieser Rezeptoren vermehrt Kalorien aus der Blutzirkulation aufnehmen, zu Fetten umwandeln, speichern und somit wachsen.

Wenn man schon von Süßungsmittel redet, also Geschmacksverstärker, dürfen Bitterstoffe nicht unerwähnt bleiben. Interessant ist, dass die Nahrungsindustrie versucht, so viel als möglich Bitterstoffe aus den Nahrungsprodukten zu entfernen. Sie züchten sogar neue Pflanzensorten, die weniger Bitterstoffe enthalten. Und warum? Bitterstoffe erzeugen ein Sättigungsgefühl. Versuchen Sie einmal nach der Mahlzeit eine Tafel Bitterschokolade zu essen, oder eine große Tasse Espresso zu trinken. Das wird kaum möglich sein. Man nimmt ein Plätzchen Bitterschokolade und / oder einen kleinen Espresso zu sich, mehr geht einfach nicht. Anders verhält es sich mit einer süßen Schokolade, hier könnte man locker eine ganze Tafel verdrucken. Oder ein Cappuccino, hier kann man viel mehr zu sich nehmen. Beide sind lecker süß, da ihnen viel von den Bitterstoffen entzogen wurden. Die Nahrungsindustrie will viel verkaufen, das geht nur, wenn man viel konsumiert, und das geht wiederum nur mit Entfernen von den Bitterstoffen, da ansonsten der Magen schnell schließt und frühzeitig ein Sättigungsgefühl eintritt. Anekdotisch angemerkt: Wildtiere haben sich an einem neugezüchteten Raps überfressen und sind massenweise daran verstorben. Diese neue Rapssorte enthielt kaum Bitterstoffe (siehe: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13526251.html).

Abschließend noch erwähnt: der Alterungsprozess des Körpers erhöht ebenfalls den ROS-Status im Körper.

Oxidativer Stress wird in Zusammenhang mit Alterungsprozessen, vielen chronischen Erkrankungen / Autoimmunerkrankungen (z.b. Rheuma, Arteriosklerose, Endometriose, Ekzeme, Multiple Sklerose u.v.m) gebracht. Wie schon erwähnt, ein wenig an Sauerstoffradikalen ist für den normalen physiologischen Ablauf im Körper wichtig und essentiell. Ein zu viel davon ist jedoch schädlich und bedeutet Stress für den Körper mit schädigender Wirkung auf Fette, Proteine und die DNA. Wenn die DNA geschädigt wird, kann dies zu Mutationen bis hin zur Entartung von Zellen führen, was  bedeutet, es entsteht ein Krebs.

Ein wichtiger Prozess zur Gesunderhaltung von Genen ist die ständige Erneuerung und Reparatur von DNA-Schädigungen, vor allem hervorgerufen durch Sauerstoffradikale aber auch durch ionisierende Strahlung. Dies geschieht durch die sogenannte Methylierung, d.h. das Methylgruppe (chemische Substanzen) auf gewisse Abschnitte der DNA eingebaut werden. Ein wichtiger Lieferant von Methylgruppe ist die Folsäure (Vitamin B9), aber auch das Cholin (früher als Vitamin B4 bezeichnet, heutzutage als vitaminähnliche Substanz klassifiziert) als Ausgangsprodukt für Betain.

Um die Methylgruppe von etwa Folsäure auf die DNA  zu übertragen, braucht es einen Regelkreis, den sogenannten 1 Karbonzyklus. Für diesen Zyklus braucht es auch verschiedene weitere Vitamine der B-Gruppe (vor allem Vitamin B3, B4 und B12). Zudem braucht die DNA zur ihrer Stabilisierung das Spurenelement Zink (etwa 15% der Bevölkerung haben einen Zinkmangel; das ist nicht der Fall für das Mineral Selen, dennoch wird es oft in Vitamintabletten beigemengt, warum, bleibt offen). Die Folsäure, die man etwa als Tablette zu sich nehmen kann, muss primär in die 5 Methyl-Folsäure umgewandelt werden, damit die darin enthaltenen Methylgruppen auf die DNA übertragen werden kann. Das ist ein ernergieraubender Prozess, der zu vermehrten Sauerstoffradikalen führen kann. Nicht energieraubend wäre die Bereitstellung von 5-Methyl-Folsäure direkt, und diese Form der Folsäure ist in vielen gesunden Nahrungsprodukten enthalten. Zudem könnte zu viel an zugeführter Folsäure in Tablettenform sich anstauen und Substrat für einen anderen Stoffwechsel (Purinstoffwechsel) zugeführt werden, was das Wachstum von Krebszellen begünstigt.

Für diesen Regelkreis mit Zuführen von Methylgruppen zur Aufrechterhaltung einer gesunden DNA-Struktur (essentiell für die normale Expression von Genen) ist das Protein Methionin unabdingbar! Falls zu viele Sauerstoffradikale und andere Radikale in diesem energieraubenden Prozess gebildet werden, gibt es einen Sensor, der dies bemerkt und vermehr Puffersubstanzen wie das Gluthadion (ein Tripeptid und universelles Antioxidanz ohne oxidativen Eigenschaften) produziert. Dieser Sensor benötigt vor allem ausreichend Vitamin B6 als auch chelatiniertes Zink (Zinktabletten sind nicht chelatiniert und haben nur ca. 10% der Wirkung von dem chelatinierten Zink, das durch gesunde Nahrung aufgenommen wird; noch angemerkt: der Körper kann Zink nicht speichern und muss deshalb täglich durch Nahrung zugeführt werden) neben Methylgruppen, bereitgestellt durch die Methyldonatoren Folsäure oder Cholin (in Form von S-Adenosyl-Methionin). Zum Aufbau des Tripeptids Gluthadion benötigt es mehrere Auf- / Umbauprozesse und gewisse Proteine (Methionin als Ausgangsprotein, das über mehrere Umbauschritte dann gemeinsam mit den 2 Proteinen Glutamat und Cystein schlussendlich das Tripeptid Gluthadion bilden).

An dieser Stelle erwähnenswert sind auch diverse Gene, die für gewisse Ventile kodieren, die wichtig sind für die Verstoffwechslung von Methylgruppen sowie für die Aufrechterhaltung der Balance zwischen dem 1 Karbonzyklus zu dem Universalpuffer Gluthadion. Gewisse Genmutationen, und davon gibt es gar nicht so wenige in der Bevölkerung, können dazu führen, dass spezifische Ventile nicht so funktionieren, wie sie sollten. So könnte es sein, dass das Ventil für den energieraubenden Prozess zur Umwandlung von Folsäure zu 5-Methionin-Folsäure nicht optimal funktioniert und deswegen die Folsäure sich anstaut und vermehrt in den Purinstoffwechsel kanalisiert wird (dieser Stoffwechsel, wie schon weiter vorne erwähnt, begünstigt die Entartung und das Wachstum von Krebszellen). Man nimmt auch an, dass gewisse Hochleistungssportler ein besseres Ventil für den Aufbau und zur Verfügung stellen von Gluthadion besitzen und diese deswegen leistungsfähiger sind, da sie mehr an Sauerstoffradikale, die durch die exzessive körperliche Anstrengung entstehen, abpuffern können. Wenn dieses Ventil durch eine defekte Genepression, hervorgerufen durch eine bestimmte Genvariante / Mutation, nicht so effektiv funktioniert, könnte durch vermehrte Zufuhr von Cystein dieser Prozess elegant umgangen werden. Das nur als Beispiel von vielen.

An diesem 1 Karbon / Gluthadion Regelkreis ist ersichtlich, wie sensibel das gesamte System reagieren kann und für eine ausgewogene Balance nicht zu viel oder nicht zu wenig von der einen oder anderen Substanz vorliegen darf. Deswegen ist die unkontrollierte Zufuhr von Vitamintabletten tabu und eine ausgewogene gesunde Ernährung mit den richtigen Nahrungsprodukten essentiell.

Zu den Puffersystemen (Antioxidantien) gehören nicht-enzymatische Substanzen wie die Harnsäure, Gluthadion, Hypotaurin, Pyruvat, Cystamin und ebenfalls, aber nicht so bedeutend, das Vitamin C, A und E. Auch enzymatische Antioxidantien gibt es wie etwa auf den Spurenelementen Kupfer und Zink basierende Superoxide. Das wichtigste Puffersystem ist und bleibt jedoch die Gluthadion-Kette, das im Regelkreis 1 Karbonzyklus eingebunden und davon abhängig ist, wie oben beschrieben und die Enzyme Glutamin-Cystein Synthetase, Gluthadion Peroxidase und Gluthadion Reduktase beinhaltet.

Oxidiertes Taurin und Gluthadion wie auch die Oxidationsprodukte von Pyruvat (Azetat und Karbondioxid) sind einzig und allein nur Antioxidantien und können nicht schädlich für den Körper werden.

Anders verhält es sich mit den Antioxidantien Vitamin C & E wie auch für die Harnsäure, die auch Pro-Oxidativ werden können und damit in Übermaßen zugeführt, schädlich auf den Körper mit deren Sauerstoffradikalen wirken können.

An dieser Stelle muss noch unbedingt die Darmflora angesprochen werden. Die gesunde Darmflora besteht aus vielen verschiedenen Bakterien (insgesamt besteht ein Körper aus wesentlich mehr Bakterien als Zellen!), die die zugeführte Nahrung aufspalten, gewisse Vitamine / Antioxidantien erst aufnahmefähig machen und insgesamt für die Verstoffwechslung der verschiedenen Nahrungsprodukte (Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien / Spurenelemente und Ballaststoffe) essentiell sind und auch helfen Entzündungen vorzubeugen und den Darm unpassierbar machen für schädliche Substanzen. Wenn diese Darmflora nun nicht gut mit all den Köstlichkeiten (Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralien / Spurenelemente und Ballaststoffe)  gefüttert wird, entsteht eine Dysbalance, hin zu schädlichen Mikroorganismen. Diese können den Darm durchlässig machen für schädliche Substanzen, fördern zudem Entzündungsprozesse und tragen dazu bei, dass die zugeführten Nahrungsprodukte nicht primär regelrecht verstoffwechselt werden und damit entweder erst gar nicht, in ungenügender Form oder in einer inaktiven Form in die Blutzirkulation gelangen.

Die Polyphenole

Ich habe absichtlich bisher die Polyphenole als Antioxdiantien oben nicht erwähnt, denn sie stellen meiner Meinung nach eine eigene Gruppe dar. Polyphenole kommen in vielen Pflanzenarten vor und werden mit dem Genuss von Kaffee, Tee, Schokolade, Wein, Hülsenfrüchten, Gemüse, Gewürzen und Samenkernen im Körper aufgenommen.

Derzeit besteht ein richtiger Hype bezüglich der Polyphenole und es wird diesen gute Eigenschaften zugesprochen in Bezug auf Milderung oder positive Beeinflussung von degenerative Erkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, Entzündungen oder Krebs.

Man geht heute eher davon aus, dass die Wirkung von Polyphenolen nicht primär auf eine eigenständige und somit direkte antioxidative Wirkung beruht, sondern größtenteils auf eine indirekte Wirkung zurückzuführen ist, indem diese gewisse oxidative-/ antioxidative Enzyme und Transkriptionsfaktoren in die eine oder andere Richtung hemmen oder unterstützen.  

Es gibt verschiedene Gruppen von Polyphenolen (z.B. verschiedene Flavinoide, Resveratrol, Phenolsäuren, Kurkumin, Sesamin als ein Vertreter von Lignanen u.v.m.). Jedes einzelne Polyphenol liegt in unterschiedlichster Dosierung in den diversen Produkten vor und wird von Mensch zu Mensch in verschiedenster Weise über den Darm aufgenommen, verstoffwechselt und ausgeschieden. Die Menge und Geschwindigkeit der Absorption von Polyphenolen über den Darm hängt unter anderem wesentlich von deren Molekulargewicht und damit auch mit ihrer Größe sowie deren Glycosylierungs- und Esterifikationsgrad, Ladungszustand und ihrer Wasserlöslichkeit ab. Die wissenschaftliche Datenlage dazu ist jedoch auch heute noch sehr dünn gestreut.

Ein Polyphenole sticht für mich hervor: das Kurkumin, das für eine gesunde Darmflora wichtig scheint, dadurch die Aufnahme von den unterschiedlichen zugeführten Nahrungsbestandteilen wahrscheinlich begünstigt, und auch die Entstehung von entzündlichen Prozessen effektiv gegensteuert. Zudem werden Polyphenole wie etwa auch Alkohol sehr rasch und stark nach deren Aufnahme in das Blut über die Leber direkt metabolisiert, was zu deren raschen Abbau und Ausscheidung beitragen. Manche werden so rasch metabolisiert und wieder ausgeschieden, dass sie gar keine Wirkung im Körper entfalten können. Für die meisten Polyphenole gilt auch: sie müssen konstant zugeführt werden, damit überhaupt genügend Wirkkonzentration im Körper entstehen kann. Dies ist nur möglich mit Nahrung, die auch im Darm lange verweilen kann / darf. Das ist wiederum vor allem Nahrung, die viele Ballaststoffe enthalten (etwa Nüsse, Bohnen oder Avocado) und zugeführt mit einer ausgewogenen sowie gesunden Diät. Eine gesunde ausgewogene Mahlzeit deswegen, damit ein vielfältiger Mix an verschiedenen Polyphenolen von den unterschiedlich zugeführten polyphenolhaltigen Produkte gemeinsam mit den ballaststoffreichen Gemüse, Hülsenfrüchten und Obstsorten in der Darmflora für längere Zeit verweilen darf und zum gegebenen Zeitpunkt (wie oben erwähnt ist die Absorption jedes einzelnen Polyphenols abhängig von diversen Faktoren) dann aufgenommen werden können.

Obwohl es viele wissenschaftlichen Studien in Tiermodellen und Zellkulturen zu den positiven Wirkungen von den unterschiedlichen Polyphenolen gibt, jedes für sich mit einem anderen Wirkziel und – effekt, gibt es kaum gute Datenlage dazu beim Menschen. Es fehlen ganz einfach weitestgehend die klassischen klinischen Studien.

Jedoch muss auch mit etwas Besorgnis darauf geschaut werden, dass gewisse Polyphenole gerade die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten. Es gibt zum Beispiel Hinweise darauf, dass das Polyphenol Kurkumin Eizellen und Zellen in einem Embryo abtöten können und auch das Heranreifen von Eibläschen negativ beeinflussen könnte. Zudem besitzen manche Polyphenole wie etwa Genistein (gehört zur Gruppe der Isovlavone und ist in Soja enthalten), östrogenartige Wirkung und könnte zu einer Beeinträchtigung des regelrechten Heranwachsens von Eibläschen führen und insgesamt die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass gewisse Polyphenole die Samenproduktion wie auch die Qualität der Spermien reduzieren. Auch deuten gewisse Arbeiten darauf hin, dass die Resorption von bestimmten Nahrungsbestandteilen wie Glukose, Folsäure (Vitamin B9) oder Thiamin (Vitamin B1) durch gewisse Polyphenole reduziert werden, durch andere wiederum die Aufnahme verstärkt wird.

Polyphenole bleiben für mich ein heißes Thema und es ist derzeit schwierig Empfehlungen auszusprechen, wie mit Polyphenolen in der Nahrung umgegangen werden sollte und welche Polyphenole in welcher Form und Menge der Körper täglich aufnehmen sollte. Deswegen sehe ich es rational und empfehle einen gesunden Mix aus den hochwertigen Nahrungsmitteln. Dann liegt im Durchschnitt nichts zu viel und nichts zu wenig vor um den Bedarf des Körpers zu decken.

Die Avocado

Die Avocado ist für mich eine der spannendsten Früchte überhaupt und ich gehe davon aus, dass in absehbarer Zeit die Avocado von verschiedenen Gremien und Behörden, die Nahrungsprodukte kontrollieren und auch freigeben, den Status einer der wertvollsten Nahrungsmittel erhalten wird.

Es scheint so zu sein, dass diese Frucht eigentlich fast alles enthält, was für den Körper essentiell ist und mit dem Verzehr von 1-2 Avocados pro Tag auch keine Überdosierung von einzelnen Nährstoffen aus anderweitig über den Tag zugeführter Nahrung vorkommt. Sie ist reich an verschiedenen fettlöslichen und fettunlöslichen Vitaminen, enthält kein Natrium oder gesättigte Fette, ist reich an Kalium, Magnesium, chelatiniertem Zink und anderweitigen wichtigen Spurenelementen. Zudem ist sie prall voll mit löslichen und unlöslichen Ballaststoffen (die meisten anderen Nahrungsprodukte enthalten nur eine Form von Ballaststoffen) und ruft ein langes Sättigungsgefühl hervor.

Die in der Avocado enthaltenen Ballaststoffe helfen auch andere gesunde Nahrungsprodukte (etwa Vitamine von Salat und Gemüse, falls diese zusammen mit Avocado angerichtet und gegessen werden) besser über den Darm zu absorbieren.

Die Avocado hat einen glykämischen Index von 0 (ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel im Blut an; Traubenzucker hat einen glykämische Index von 100 auf der Skala 0-100) und eine sehr geringe glykämische Last. Somit ist die Avocado sehr gut geeignet für Diabetiker und führt auch nicht zu einer Belastung des Körpers mit Kohlehydraten, die schnell aus der Blutbahn in die Fettzellen gespeichert und in kurzer Zeit ein Hungergefühl hervorrufen würden.

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