Kinderwunsch – Follikelstimulation

Bei einer Kinderwunschbehandlung mit Hilfe der künstliche Befruchtung der Eizelle mit dem Spermium des Partners kommen verschiedenen Stimulationsprotokolle zur Anwendung.

Ein Stimulationsprotokoll dient dazu mehrere Follikel (Eibläschen) zur Reife zu bringen um diese dann zu einer gewissen Zeit durch Follikelpunktion zu gewinnen und mit der Samenzelle in vitro (Reagenzglas) zu befruchten.

Es gibt eine Unzahl verschiedener Stimulationsschemata (Long-Protokoll, Short-Protokoll, Antagonistenprotokoll, Ultra-Long, Ultra-Short, Minimal-Stimulation, Mini-IVF etc. etc.).

Ich habe dazu eine Übersichtsarbeit 2015 geschrieben (hier der Link dazu: Ovarian stimulation in ART - Unwinding pressing issues oder http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25668422).

Ich empfehle (fast) IMMER mit dem Long-Protokoll zu beginnen. In seltenen Ausnahmen ist ein Versuch mit einem anderen Schema sinnvoll. Daran wird sich (und das bin ich mir sicher) noch lange nichts ändern! Warum dem so ist, erkläre ich ausführlich in der Arbeit.

Jedoch:

Egal, was für ein Stimulationsschema angewandt wird, es bedarf langer Erfahrung, bis diese auch vom Arzt beherrscht werden. Ich schule viele Ärzte und weiß aus Erfahrung, dass es üblicherweise 1-2 Jahre intensiven Trainings benötigt um wirklich visiert zu sein.

Jedes Follikelstimulationsprotokoll birgt auch Risiken und Komplikationen. Eine der häufigsten Komplikationen ist das Überstimulationssyndrom (OHSS). Heutzutage sollte es die Ausnahme sein, dass eine Frau deswegen stationär im Krankenhaus aufgenommen werden muss oder sogar auf der Intensivstation landet.

Falls man die Tipps und Hinweise zur richtigen Behandlung eines OHSS beachtet (wie in der Übersichtsarbeit ausführlich beschrieben), sollte ein schweres Überstimulationssyndrom mit Notwendigkeit der Hospitalisation heutzutage zu den seltenen Komplikation zählen.

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